vom 19.03. bis 23. 03. 2007Man muss schon ein wenig verrückt sein, um bei der Theater AG des Gymnasiums mitzuwirken. Anders lässt sich nämlich nicht erklären, dass von einer Minute auf die andere plötzlich 14 Leute in einem Raum stehen und versuchen, möglichst effektvoll auf den Boden zu spucken. Oder so zu tun.
Auch dass jemandem beigebracht wird, wie er zu sein hat, wenn er betrunken ist, sieht man nicht alle Tage.
Doch so lustig das alles klingt, es ist nichts als harte Arbeit. Denn nur wenige Minuten nach dem Frühstück haben alle im Probenraum zu sein, vollkonzentriert, bereit alles zu spielen, was von uns verlangt wird. Meist klappt das auch. Mehr oder weniger.

Und all dieses Proben wird nur unterbrochen von wenig Schlaf (dessen Ausbleiben auf Freizeiten mit Jugendlichen obligatorisch ist), von Essen oder von Zocken, welches nicht selten in geistigen Duellen endete.
Aber damit nicht genug der Strapazen: kurze Zeit nachdem wir Quartier bezogen und uns in unserem Korridor niedergelassen hatten, belegte eine Bande Grundschüler den Trakt über uns, was dafür sorgte, dass wir meist vor dem Weckerklingeln vom Getrampel kleiner Füßchen wach wurden. Da half nur: sich verschanzen, Ohrenstöpsel rein und im Zweifelsfall das Jugendherbergsgelände dank leistungsstarker Anlage mit Blackmetal beschallen.
Wer jetzt aber glaubt, wir hätten die ganze Zeit über nur gelitten, der täuscht. Gut, für Frau Reinicke und Frau Miersch mag das zutreffen, da wir teilweise ... nun ich nenne es mal "anstrengend" waren, doch wir hatten zumindest am letzten Abend unseren Spaß. Am Donnerstagabend nämlich gab es Spiele. Gruppendynamische Spiele, deren einziges Ziel es ist, Leute in die Pfanne zu hauen. Spaß haben an solchen Aktionen natürlich immer alle, ausgenommen die, die Opfer solches Schabernacks wurden.
Wie auch immer, alles in allem war es wieder mal eine rundum gelungene, geniale Freizeit. Schade eigentlich, dass es für viele Mitglieder der AG das letzte Mal war, da gibt es Austauschjahre, Schulabschlüsse oder Schulwechsel, die jene wunderbare Gemeinschaft bald schrumpfen lassen werden.
Aber vielleicht gibt es ja bald wieder Neulinge. Wir dürfen gespannt sein.
Conny Thees, Klasse 10 F2