Bericht über den zweiten Teil des FrankreichsaustauschesUnsere Reise begann am Freitagmorgen, dem 14. Mai, am Hauptbahnhof Hannover. Aufgeregt und mit großen Koffern bepackt, begannen wir unsere 11-stündige Fahrt in Richtung Frankreich. Nachdem wir einmal in Köln umgestiegen waren, erreichten wir Paris Nord. Dort mussten wir eine Stunde durch viele Sicherheitschecks der Metro laufen, bis wir endlich unseren letzten Zug erreichten, in dem allerdings die nächste Überraschung auf uns wartete. Mit der Reservierung war etwas schief gegangen, so dass vier Deutsche die restlichen Stunden auf dem Boden sitzen mussten. Alle waren glücklich, als wir in Carentan von unseren Austauschpartner/inne/n abgeholt wurden.
Mit etwas gemischten Gefühlen lernten wir die neue Kultur kennen. Gleich Zuhause wartete auf die meisten ein 4-Gänge Menü, und wir sollten von Deutschland erzählen. Das Wochenende hatten die französischen Familien geplant, und wir unternahmen unterschiedlichste Sachen. Am Samstag trafen sich allerdings fast alle zum Schlittschuhlaufen und abends zu der Party, die eine Französin organisiert hatte.
Gespannt waren wir alle schon auf das Collège les Courtils, wo wir am Montag lieb empfangen wurden. Nach einer Rallye durch Montmartin sur Mer erzählte uns M. Cusson, der Schulleiter, was wir in den folgenden Tagen unternehmen würden. Gegen 12 Uhr gingen alle Schüler in die Schulkantine, und auch dort wartete ein 4-Gänge Menü auf uns. Die Mittagspause war dort eine Stunde lang, also konnten wir uns danach gut über unsere Erlebnisse unterhalten
. Nach dieser Stunde durften wir die gigantische Kletterwand der Schule ausprobieren.
Am Dienstag erlebten wir das erste Mal französischen Unterricht. Obwohl wir kaum etwas verstanden, war es doch ganz lustig. Nach dem Mittagessen (Paela mit Muscheln = D), ging es mit einem Kleinbus nach Coutances, einer Stadt mit einer wunderschönen Kathedrale, die wir vor dem Shoppen gehen angesehen haben.
Am Mittwoch besichtigten die Deutschen eine Firma, in der Muscheln und andere Meeresfrüchte abgepackt und versandt wurden. Danach besuchten wir den kleinen Markt in Montmartin und wurden vom Bürgermeister bei Saft und Keksen noch mal begrüßt.
Nachmittags folgte ein Strandbesuch, bei dem wir die Franzosen "erst richtig" kennen gelernt haben. Bei Dünenspringen und Matschschlacht hatten alle Franzosen und Deutschen sehr viel Spaß. Donnerstag folgte der Höhepunkt unseres Frankreichaufenthaltes: Der Besuch des Mont Saint Michel.
Nach vielem Wandern und Besichtigen besuchten wir noch eine Keksfabrik und machten ein Picknick. Abends folgte die Abschlussparty mit Eltern, Lehrern und Schülern. Ein bisschen traurig waren wir allerdings schon im Hinblick auf den nächsten Tag, den Tag unserer Abreise.
Am Freitag auf der Rückreise ließen wir uns die vielen Erlebnisse der vergangenen Woche noch einmal durch den Kopf gehen. Alle Schüler und auch Frau Schulze und Frau Miersch, die uns in allen Situationen total toll begleitet haben, waren sehr erschöpft. Glücklich sind wir mit einer Verspätung abends in Hannover angekommen. Im Nachhinein wollen wir Deutschen uns noch einmal herzlich bei unseren französischen Freunden für die Organisation und Umsetzung dieses gelungenen Austausches bedanken!
Hanna Janzen, 8 F1