Burgdorfs Gymnasium nimmt nach Jahren der Abstinenz wieder Kurs auf eine Schulpartnerschaft. 20 Jugendliche aus der Klasse 10 F3 sind just aus der ungarischen 70.000-Einwohner-Stadt Veszprém zurückgekehrt und halten seitdem per SMS und Email engen Kontakt zu den neu gewonnenen Freunden.
Über eine formelle Partnerschaft mit dem Vetési Albert Gimnázium wird die Gesamtkonferenz des Burgdorfer Gymnasiums wohl erst kommendes Frühjahr beim Gegenbesuch aus Veszprém entscheiden - kurz vor dem Beitritt Ungarns zur EU. Der allererste Kontakt zwischen beiden mit zirka 700 Schülern gleich großen Schulen hat aber bereits deutlich gemacht, dass beide Seiten nur gewinnen können. "Die Menschen wollen enger an den Westen angeschlossen werden", berichtet Lehrerin Gabriele Herrmann (59), die seit 1980 Ungarn regelmäßig bereist und gemeinsam mit ihrem Kollegen Andreas Stein den Anstoß zu dem Besuch gegeben hat.
Das Programm, das der 10 F3 von Birgit Strelow (55) geboten wurde, reichte von Exkursionen nach Budapest und an den nur 25 Kilometer südlich gelegenen Balaton bis zum offiziellen Empfang beim Vizebürgermeister. Am eindrucksvollsten für die Jugendlichen waren indes die Stunden in den Familien der gleichaltrigen ungarischen Gymnasiasten und in deren Schule, die auch nach Österreich und Frankreich Kontakte unterhält und in der umfangreichen Bibliothek eine große EU-Abteilung unterhält.
Schüler wie das Dreier-Lehrer-Gespann Stein, Herrmann und Strelow berichten übereinstimmend von einer überwältigenden Gastfreundschaft, die so weit reichte, dass den jungen Gästen für jede Tagestour Fresspakete gepackt wurden. Die Burgdorfer, die sich in dreitägiger Klausur gut vorbereitet hatten, kamen aber auch nicht mit leeren Händen. Für alle 40 Schüler hatten sie T-Shirts mit dem Schriftzug beider Gymnasien dabei, auf denen sich am Ende alle mit ihrem Namen wasserfest verewigten.
mal
18.09.03