Gymnasium Burgdorf

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Zwei 7. Klassen zu Gast in der Moschee in Lehrte

MoscheebesuchAm 15. April 2011 besuchten die evangelischen Kurse der 7. Klassen mit Frau Bürig-Heinze und Frau Vahl die Lehrter Moschee, nachdem wir uns im Unterricht mit dem Thema Islam beschäftigt hatten.

Bei der Ankunft wurden wir sehr herzlich von einem jungen Mann und dem Imam (muslimischer Vorbeter) begrüßt. Zunächst zeigten sie uns das Erdgeschoss: Wir sahen den Waschraum der Moscheegemeinde mit vielen Waschbecken und Spiegeln. Die Waschung spielt vor den Gebeten eine große Rolle. Dann gingen wir zum Gemeinschaftsraum mit einem großen Fernseher, vielen Tischen und einer Theke. Der Muslim erklärte uns, dass in diesem Raum unter der Woche mehr Rentner als junge Menschen sitzen würden, um z.B. gemeinschaftlich Fußball zu gucken. Neben der Treppe, die zum 1. Stock hoch führt, hängt eine Tafel mit den Namen der Mitglieder und deren monatliche Spenden an die Moschee.

MoscheebesuchAuf der Treppe zum 1. Stock mussten wir unsere Schuhe in ein Regal stellen, um den Gebetssaal betreten zu dürfen. Im Gebetssaal blieben alle erstaunt stehen: Der Raum ist mit vielen bunten Verzierungen an den hohen Wänden und einem großen Kronleuchter an der Decke gestaltet. Über dem Gebetssaal der Männer liegt eine große Empore für das Gebet der weiblichen Gemeindemitglieder, welche auch einen extra Eingang hat. In der Wand, auf die man beim Betreten des Saals zukommt, befindet sich die Mihrab, eine Gebetsnische, welche nach Mekka (der Hauptstadt des Islams) gerichtet ist. Der Iman steht während des Gebets in dieser Nische. Er kommt aus der Türkei, wo er normalerweise Koranlehrer ist. Alle fünf Jahre wird ein neuer Iman geschickt, der die Gottesdienste leitet.

MoscheebesuchAuf dem Boden sind viele Gebets-teppiche ausgelegt. An den weiteren Wänden ist z.B. das muslimische Hauptgebet in arabischen Buchstaben geschrieben. Die Muslime benutzen besonders schöne Schriftzüge als Schmuck, da sie keine Abbildungen von Gott oder Mohammed zeigen dürfen. Und in der rechten vorderen Ecke des Saals steht eine Art Kanzel, in der das Gewand des Imams hängt, das er für uns anzog. In der rechten hinteren Ecke befindet sich ein Podest, auf das sich der Aufrufer zum Gebet stellt. In einem Seitenraum haben die jungen Muslime ihren Koranunterricht. Hier durften wir uns die wunderschön verzierten Koranausgaben ansehen.

Am Ende haben wir dem Iman noch Fragen gestellt, auf die er auf Türkisch antwortete. Wie gut, dass der junge Mann uns all das übersetzen konnte! Dabei betonte er noch einmal, dass er das Gespräch zwischen den Religionen sehr schätzen würde, da wir so alle besser miteinander auskommen könnten. Deshalb hätte er auch die Führung für uns gerne gemacht.

Wir fanden diesen Ausflug sehr schön, weil wir so noch einen anderen Einblick in die Unterrichtseinheit Islam bekommen durften und uns alles so gut erklärt worden ist.

Philina Hutschenreuter, Anne Jupitz, 7 a

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