Burgdorf. "Unser Ziel ist, Jugendlichen das beizubringen, worum es im wirklichen Leben geht und Perspektiven aufzuzeigen", sagte Karl-Heinz Vehling, Vorsitzender des Stadtmarketing-Vereins, der die Aktion ins Leben gerufen hat. Erkenntnisse darüber, wie sich das Projekt auf Ausbildungs- und Berufswahl der beteiligten Schüler auswirke, gebe es bisher nicht.
Alisa Schnoor und Nele Degener wurden durch die Teilnahme in dem Entschluss bestärkt, einen internationalen Studiengang im Bereich Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung anzustreben.
"Es ist schwierig, die Schüler von schnödem Zahlenwerk zu begeistern", bekannte Heiko Nebel, Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse Burgdorf. Er betreute zwei Gruppen, die sich mit den Bilanzen der Firma Henkel vertraut machten. "Unsere Bank ist an Nachwuchsförderung interessiert. Offensichtlich Begabten habe ich empfohlen, sich zu bewerben", sagte er. Teilnehmen konnten die Schüler der Klassen elf und zwölf im gesellschaftswissenschaftlichen Profil. Das Projekt "Wirtschaft in der Schule", das von Fachleuten aus der Berufswelt betreut wird, ist Thema im Seminarfach. Die Projektteilnehmer entwickeln nun eine Geschäftsidee, die sie im April 2010 präsentieren. Am Ende steht die Facharbeit.
Die Präsentation der Jugendlichen wurde von einer Jury bewertet, zu der Schulleiterin Regina Brunschön, Heike Heynen, Lehrerin im Politik- und Wirtschaftskurs, Bernd Gessert, Heiko Nebel und Jürgen Cramer gehörten. Den ersten Platz belegten Stefan Weddrin, Pascal Homm, Julian Hafke, Kai-Berend Raupers und Pascal Moszczynski, mit einer Analyse der Firma Adidas. „Sie haben die Zahlen präzise und in dem Zeitrahmen von 15 Minuten angemessen dargestellt und wirkten dabei locker und seriös zugleich“, begründete Heynen die Entscheidung. Als Belohnung gab es einen Burgdorf-Gutschein im Wert von mehr als 100 Euro. sy
Alexander Rohr (von links) Nele Degener, Marcel Matern und Alisa Schnoor zeigen Stärken und Schwächen des Autoherstellers BMW auf. Heine