Feierliche Abitur-Entlassung & Zeugnisvergabe

Man kann es gut sehen: Der Saal kochte schon vor der Veranstaltung… also “kochen” im Sinne von gespannter Erwartungs-Vorfreude…

Gestern war es endlich soweit: Die frischgebackenen Abiturientinnen und Abiturienten erhielten ihre Abschlusszeugnisse und wurden offiziell aus der Schule “entlassen”, wie es so schön heißt. Die gleichsam festliche wie launige Veranstaltung begann traditionell mit dem Einlauf der Protagonist*innen, welche hier – einer Modenschau gleich – auch ihren fantastischen Modesinn unter Beweis stellten… “Paris, Mailand, Burgdorf” – dürfte es bald in den internationalen Modemagazinen heißen.

Standing Ovations für unsere stilsichereren Abiturient*innen

Im Folgenden eröffnete der “neue” Schulleiter, Herr Krapp, mit einer ersten Rede. Obwohl der Jahrgang ihm naturgemäß nur wenig vertraut war, schilderte er sehr eindrücklich seinen positiven Eindruck, den er im zurückliegenden Schuljahr von den “13ern” gewonnen hatte. Dabei warf er auch einen Blick in die Zukunft – der Krieg in der Ukraine führte so nicht nur zu einem gemeinsamen Schweigemoment, sondern diente unserem Schulleiter auch dazu, die Abiturient*innen darauf einzuschwören, für gute Werte in der Welt zu stehen und diese notfalls auch wieder auszugraben.

Herr Krapp begrüßte die Abiturient*innen und kam auch am Ende noch einmal auf die Bühne.

Anschließend hielten Frau Marx und Frau Matthiesen-Hallmann Ihre Rede auf die Abiturient*innen. Mit einigen Unterrichtsinsidern, vielen augenzwinkernden Rückbezügen auf den Mathe- oder Deutschunterricht und vor allem mit einer großen Prise Humor und Selbstironie sorgten Sie für viele Lacher und ausgelassene Stimmung in der altehrwürdigen Aula unseres Gymnasiums. Dem/der einen oder anderen im Publikum wurde es dabei sicherlich ein wenig mulmig, als Frau Marx plötzlich mit gespieltem Ernst die Wende- und Extremstellen einer mathematischen Gleichung abfragte. Es wurde schnell klar, warum der Jahrgang die beiden gebeten hatte, diese Rede zu halten.

“Mat” & “Mrx” liefen zu Hochform auf

Es folgte das erste von zahlreichen, begeisternden musikalischen Highlights: Die Bigband lief zu Höchstform auf und Herr Kanthak zeigte, was aktuelle und ehemalige Schüler*innen des GymBu so draufhaben.

Herr Kanthak dirigierte wie gewohnt das brillante Ensemble

Nun gab sich die langjährige Elternvertreterin, Frau Klüsener, die Ehre. Nach einem kurzen Einstiegsschocker zum Abi-Motto “ABIKINI”, der ihrem Sohn Finn einen rosa Schimmer auf die Wangen trieb, band sie in ihre Laudatio nicht nur die Absolvent*innen, sondern auch die Lehrkräfte und die Schulleitung mit ein. Frau Klüsener griff dabei vor allem die Wehen und Nachwehen der Corona-Pandemie auf, welche auch diesen Jahrgang begleiteten.

Frau Klüsener schaffte eine kurzweilige Mischung aus Laudatio und Festrede

Lang erwartet folgte nun – man möchte sagen ENDLICH – die Rede der beiden Entsandten des Abiturjahrgangs: Annika Flügge und Benjamin Kehl, die Jahrgangssprecher*innen. Mit einer Mischung aus missglückten Lehrerzitaten und Selbstironie zeigten Sie, dass eine gute Rede nichts mit Lebenserfahrung zu tun haben muss. Beide hielten zusammen eine fantastisch kurzweilige Rede, die immer wieder für Lacher sorgte. Zum wiederholten Mal an diesem Abend erhielten dabei die Oberstufenkoordinatoren, Frau Schneider (welche als Moderatorin übrigens erwartet souverän durch die Veranstaltung führte) und Herr Panskus, sowie die gute Seele der Sekundarstufe II, Sekretärin Frau Möller, ein besonderes Lob und großen Dank für Ihre Mühen um den Jahrgang. Bevor Annika die Rede mit einem dreifachen und lautstark retournierten ABI – HEY beendete, schloss Benjamin damit, dass dies “keine Verabschiedungsrede” sei, sondern vielmehr eine “Einladung zum Wiedersehen”. Das kann und muss man so stehen lassen, lieber Benjamin!

Fancy Outfits, fancy Rede: Annika und Benjamin rockten die Aula

Erneut trat nun die Bigband auf den Plan – dieses Mal mit tatkräftiger Unterstützung aus dem Abiturjahrgang, welche den James-Bond-Hit “Skyfall” in einer tollen Version zum Besten gaben. Hören Sie mal rein:

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Nun folgten die Ehrungen besonders erfolgreicher bzw. engagierter Schüler*innen. Herauszuheben sind dabei Die 1,0er Schnitte von Jule Neuß und Benjamin Kehl sowie der 0,9er Schnitt (!!!) von Antonia Mohr. Wir gehen davon aus, dass wir u.a. von euch noch viel hören werden in der weiten Welt. Und das waren nur drei von vielen unfassbar beeindruckenden Leistungen des Jahrgangs.

Mega-Abi, Mega-Stimme, Mega-Naturwissenschaftler oder Mega-Organisationstalent – viele Absolvent*innen bekamen hier ihre wohlverdienten Preise

Kurz bevor es zur finalen Ausgabe der Abiturzeugnisse kam, folgte noch ein Überraschungsspecial: Ein recht spontan berufener Lehrer*innenchor trat auf die Bühne und performte den “Itsy Bitsy”-Klassiker in einer ganz eigenen, auf die Schüler*innen umgedichteten Version – der donnernde Beifall sprach für sich, weswegen das natürlich auch hier auf unserer Homepage verewigt werden muss:

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Bei der Zeugnisvergabe, bei der dann alle Abiturient*innen noch einmal einzeln auf die Bühne traten – einige genossen diesen Moment merklich (und absolut zurecht!) – sah man v.a. an der Herzlichkeit diverser Umarmungen, wie eng Schüler*innen, Oberstufenkoordinator*innen und Tutor*innen in den letzten Jahren zu einer Art Team zusammengewachsen sind – so soll es sein! Der eine oder andere Jubelsprung zeigte zudem, welch großer Druck letztlich auch auf unseren “Kids” lastete und was in diesem Moment von vielen abgefallen sein muss. Dass dabei auch mal eine Rose auf der Bühne vergessen wurde: Geschenkt!

Frau Schneider wurde schon geherzt – nun schnappt sich Frau Rheinhardt “ihren” Tutanden…

Abschließend trat die Bigband ein letztes Mal auf, bevor ein Sektempfang vor der Aula die gelungene Veranstaltung standesgemäß abrundete. Und wenngleich wir Lehrkräfte am GymBu dieser Veranstaltung in jedem Jahr aufs Neue beiwohnen, so ist es doch jedes Jahr aufs Neue wieder schön, “seine” Schäfchen – nun ganz erwachsen geworden – ziehen lassen zu können. Ein Hauch Wehmut schwingt da bei aller Freude aber immer irgendwo mit… das lässt sich kaum verhehlen.

Text, Fotos & Videos. Hr. Freischmidt